Die Tradition der guten Vorsätze fürs neue Jahr in Deutschland

Die Tradition der guten Vorsätze fürs neue Jahr in Deutschland

Hallo liebe Leserinnen und Leser von Alemaniando.com. Mittlerweile haben wir Mitte März und der Winter will leider nicht weichen! Nichtdestotrotz, es ist schon eine Weile seit Ende 2015 her und Zeit, dass wir uns mit unseren guten Vorsätzen fürs Jahr 2016 befassen. Keine einfache Aufgabe, dem einen oder dem anderen kann es Bange werden… Denn ganz ehrlich, wer hält sich denn immer an diese guten Absichten? Viele haben es vor, viele versuchen es sogar hart, aber in den meisten Fällen ist es irgendwie nicht zu schaffen.

bild feier sylvester neues jahr
jill111, Pixabay

Dabei gibt es durchaus gute, Vorsätze, die man durchziehen sollte. So hat Antoine Beinhoff vorgeschlagen, dass man sich vornehmen sollte, Energie zu sparen. Davon hat nicht nur der eigene Geldbeutel etwas, sondern auch die Umwelt. Und es gibt noch klassischere Vorsätze: nicht mehr rauchen, weniger Alkohol trinken, mehr Sport treiben, abnehmen, früher ins Bett gehen… Da wir in Alemaniando.com unserer Leserschaft immer wieder deutsche Gepflogenheiten darstellen, wollen wir uns heute mit dem Thema „gute Vorsätze fürs neue Jahr befassen“. Woher stammt diese Tradition? Wie ist sie zu einem unseren beliebten Ritualen Jahr für Jahr geworden? Welche sind die meist verbreiteten Vorsätze?

Die Geschichte der Tradition der guten Vorsätze fürs neue Jahr in Deutschland

In diesem Beitrag von Aponet.de erfahren wir die geschichtlichen Hintergründen der genannten Tradition. Diese stammt anscheinend aus dem alten Rom! Zitiert wird auf Aponet.de Richard Alston, Professor der Royal Holloway Universität in London: „Am ersten Januar bekräftigten die höchsten Beamten Roms in einer Resolution ihre Loyalität gegenüber der Republik und legten vor dem Kaiser Eide ab“. Damit wollte man die Verbindung zwischen Bürgern, Staat und Göttern jedes Jahr erneuern. Zudem haben sich die Römer Gedanken über das vergangene Jahr gemacht, und Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. Die passende Gottheit zu den Feierlichkeiten war Junus, der Gott mit 2 Gesichtern und Symbol des Neuanfangs. Die Römer haben Geschenke ausgetauscht und eine schöne Zeit mit Freunden und Familie verbracht, ähnlich wie wir es heute zu Sylvester machen.

Eine andere Version besagt, dass die Tradition der guten Vorsätze vom Judentum stammt. Laut der jüdischen Glaube, hat Gott Moses und durch ihn dem jüdischen Volk die 10 Gebote gegeben. Die Juden hielten sich aber nicht an diese Gebote, drauf hin haben sie damit angefangen, sich jährlich als Sünder zu bekennen und sich vorgenommen weniger zu sündigen.

Die beliebtesten Vorsätze fürs neue Jahr

Nun ja, natürlich ist es nicht so einfach zu quantifizieren, wie oft die die beliebtesten Vorsätze fürs neue Jahr vorkommen. Es ist nicht jedermanns Sache zu verraten, was man sich fürs neue Jahr vorgenommen wird. Dennoch, wie für alles im Leben gibt es Statistiken (ob ihre Zahlen stimmen oder nicht sei mal dahingestellt…). Je nach Quelle, je nach Jahr, je nach Region, je nach Geschlecht… werden die Rankings variieren, aber es gibt sie wohl, die Vorsätze die sich gern wieder zeigen, Jahr für Jahr.

Laut einer auf Computerbild.de veröffentlichten Auflistung von Statista_com, gehören zu den beliebtesten Vorsätzen fürs neue Jahr folgende Absichten:

Stress abbauen: bzw. gar nicht erst erscheinen lassen. Tja, kein Wunder dass sich sehr viele Menschen in Deutschland ein Leben mit viel weniger Stress wünschen. Mehr Zeit für sich, für die Familie, weniger ständige Erreichbarkeit… einfach mehr Ruhe und weniger Arbeit, sich weniger vornehmen müssen. Wir erleben einer Zeit voller Hektik, das momentane Arbeitswunder verleitet uns dazu viel zu arbeiten. Auf der einen Seite ein positiver Trend, es ist doch schön wenn so viele Menschen in Lohn und Brot sind. Auf der anderen Seite hat dies auch Folgen auf unser Zeitkontingent…

Mehr Zeit für das private Leben: und da haben wir es wieder, das Problem der knappen Zeit. Direkt mit Vorsatz Nummer 1 verbunden, haben wir an zweiter Stelle den Wunsch, mehr Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Nicht so einfach zu realisieren, in einer Berufswelt, die viel von uns abverlangt.

Mehr Sport treiben: beim Vorsatz Nummer 3 fängt es an mit den Gesundheitsthemen. Gut, weniger Stress und mehr Zeit fürs private Leben wirken sich sicherlich auch positiv aus auf die Gesundheit, also sagen wir lieber, hier wird mit den mit der Gesundheit direkt verbundenen Themen angefangen. Das nächste Jahr sich mehr bewegen, das Auto weniger nutzen, ein Fitness-Studio besuchen, in ein Sport-Verein eintreten, sich mit Freunden regelmäßig treffen zum Tennisspielen, einfach viel öfter spazieren gehen…

Mehr Zeit für sich selbst: und da wären wir wieder, beim Zeit-Thema. Wie schon oben erwähnt, ist dies einfach nicht verwunderlich. Wir haben in Deutschland weniger Zeit als wir gern hätten, um alles zu erledigen was wir uns vornehmen. Und einfach ist es wirklich nicht, die Zeit an anderen Stellen zu kürzen, um mehr Zeit für sich zu haben. Für viele Menschen in Deutschland bekannt: gleichzeitig kleine Kinder betreuen, einen Beruf nachgehen, ein Haus bauen…

Andere beliebten Vorsätze fürs neue Jahr gehen entweder in Richtung Gesundheit oder in Richtung mehr Zeit haben für Sachen, die prioritätisch sein sollten. Einige Beispiele wären: weniger essen oder einfach abnehmen (vor allem wenn man merkt, dass man über die Weihnachtstagen einige Kilos zugenommen hat), sich gesünder ernähren (ein großer Trend der letzten Jahrzenten mittlerweile), weniger fernsehen (dieser Vorsatz wird bestimmt bald verbunden und komplett ersetzt durch weniger Medienkonsum) und sparsamer sein (also weniger Konsum im Allgemeinen).

Wie wir sehen, ist die deutsche Tradition der guten Vorsätze fürs neue Jahr, nicht nur eine schöne Sache, sie hat auch einen uralten Ursprung. Dazu kommt, dass viele Vorsätze uns wirklich gut tun würden. Nur mit der Umsetzung in die Praxis hapert es noch, die meisten Vorsätze werden schon nach wenigen Wochen vergessen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.